1. Spieltag 19/20

13. September 2019

SV BVB 49 vs. BTV 1850
Endlich war es soweit. Die Frauen des BTV starteten in ihre erste Saison in der Verbandsliga.

Der Handballgott meinte es gut mit uns – und wählte für unsere Premiere direkt den amtierenden Berliner Meister BVB als ersten Gegnerinnen. In der Kabine wurden wir bereits mit einer Willkommenskarte und einer Flasche Sekt begrüßt – die wir natürlich direkt leer tranken. Hätten wir zumindest gerne. Jedoch fielen wir nicht auf den Trick der Gegnerinnen rein und verlegten das Trinken brav auf das Spielende.

Schon vor Spielbeginn war uns deutlich anzumerken, dass wir alle heiß auf die neue Saison waren. Trotz einiger verletzungsbedingter Ausfälle und einer neu formierten Mannschaft wollten wir zeigen, dass wir durchaus unsere Berechtigung in dieser Liga haben.

Dies konnten wir auch eindrucksvoll unter Beweis stellen – zumindest bis zur 40. Spielminute. Aber schön der Reihe nach:
Nachdem wir letzte Saison öfter mal den Beginn des Spiels verschlafen hatten, starteten wir gegen den BVB hellwach in die Partie. Unsere Gegnerinnen waren sichtlich überrascht von unserer starken, aggressiven und klugen Deckungsweise. Rückraumwürfe wurden frühzeitig unterbunden und auch die Kreisläuferin konnte nur schwer in Szene gesetzt werden. 

Somit konnten wir durch einen unglaublichen „Klammer-Hammer“ zu Beginn des Spiels direkt in Führung gehen. Es folgten weitere Ballgewinne in der Abwehr und schöne Kreisanspiele, sodass wir unseren Vorsprung bis zur 20. Minute halten konnten. Die Deckung arbeitete weiterhin konzentriert, um die teilweise deutlich größeren Gegnerinnen von unserem Tor fernzuhalten. Aber auch die Mädels des BVB zeigten eine kompakte Abwehrleistung, sodass wir unsere Chancen nicht immer bestmöglich nutzen konnten. Nach einer hart umkämpften ersten Hälfte ging es beim Stand von 7:6 mit lediglich einem Tor Rückstand in die Kabine. Unser Teamgeist war phänomenal und mithilfe dieser euphorischen Stimmung wollten wir auch in der zweiten Hälfte an unsere Leistung der ersten 30 Minuten anknüpfen. 

Nach Wiederanpfiff ging der knappe Schlagabtausch zwischen den beiden Teams zunächst genauso weiter. Jedoch ließ auf unserer Seite die Konzentration mehr und mehr nach. Der BVB überraschte uns mit veränderten Angriffsvarianten, gegen die wir nur bedingt Lösungen fanden. Auch im Angriff fehlten uns neue Ideen und die letzte Durchschlagskraft vor dem Tor. Diese Schwächephase nutzen unsere Gegnerinnen und setzen sich innerhalb von 4 Minuten mit 7 Toren ab. Zu diesem Zeitpunkt wurde uns klar, dass wir in diesem Spiel leider doch keine Sensation gegen den amtierenden Berliner Meister schaffen würden. Dementsprechend ließen wir den BVB in den letzten 15 Minuten der Partie weiter davonziehen und beendeten unsere Premiere in der Verbandsliga mit einem 24:12.

Der Sieg der Gegnerinnen war definitiv berechtigt, jedoch ist das Ergebnis trotz unserer starken Leistung der ersten Hälfte doch ein wenig hoch ausgefallen. Dennoch können wir auf diesem Teilerfolg aufbauen und dann in der Rückrunde in eigener Halle vielleicht doch noch für eine kleine Sensation sorgen 😉 

 

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