10. Spieltag 17/18

28. Februar 2018

BTV 1850 – Pfeffersport II 18:14
Das erste Spiel der Rückrunde zählte zugleich schon zu den Entscheidungsspielen dieser Saison, da die Mannschaft von Pfeffersport II unseren derzeit stärksten Konkurrenten im Kampf um Platz 2 der Tabelle darstellt. Nach dem unglücklichen Remis im letzten Spiel gegen Aufstiegsaspirant SCC befanden wir uns moralisch nicht gerade auf der Sonnenseite. Bereits im Laufe der Woche musste der BTV einen zusätzlichen Dämpfer einstecken, da unsere rechte Seite verletzungsbedingt auf kurz- bzw. mittelfristige Sicht auf zwei wichtige Spielerinnen verzichten muss. Gute Besserung und eine schnelle Genesung an Frances & Jessi an dieser Stelle.

Nichtsdestotrotz konnten wir auf 12 fitte Spielerinnen zurückgreifen und wollten direkt zu Beginn unser angekratztes Selbstbewusstsein wieder ein wenig aufpolieren. Satz mit X – war wohl nix. Wir starteten viel zu nervös in die Partie, was den Gegnerinnen nach nicht einmal zwei Minuten eine 2-Tore Führung ermöglichte. Nach dem kurzen Weckruf konzentrierten wir uns wieder auf unsere eigentlichen Stärken, indem wir durch starke Ballgewinne in der Abwehr das benötigte Tempospiel im Angriff einleiten konnten. Nach diesem Zwischenspurt stand es nach 15 Minuten verdient 6:2 für den BTV, worauf der gegnerische Trainer zu einem Timeout gezwungen war. Leider konnten wir im Anschluss unsere Trefferserie nicht nahtlos ausbauen, sodass wir durch ein Last-Minute-Tor von Pfeffersport beim Stand von 10:7 in die Kabine gingen.

Eine drei Tore Führung ist per se nicht schlecht, jedoch konnten wir mit unserem bisherigen Auftritt nicht zufrieden sein. Gleiche Motivationsgrundlage also wie zu Beginn des Spiels: Pfeffersport unser Spiel aufzwingen und uns wieder auf unsere eigentlichen Stärken konzentrieren. Leider leisteten wir uns zu Beginn der zweiten Hälfte direkt einen kompletten Fehlstart. Unüberlegte Würfe und unnötige Ballverluste im Angriff ermöglichten Pfeffersport einfache Kontertore, sodass wir nach 38 Minuten mit 10:11 im Rückstand lagen. Jan zog die Reißleine und versuchte mittels des Timeouts wieder ein wenig Ruhe und Souveränität in die Köpfe der Spielerinnen zu bekommen. Wir nutzen im Anschluss unsere zwischenzeitliche Frustration, um uns mit einer aggressiven Deckungsarbeit und starken Einzelaktionen im Angriff wieder zurück ins Spiel zu kämpfen. Einen großen Anteil daran hatten – wie eigentlich jedes Spiel – unsere Weltklasse Torfrauen Anne und Linda, die uns durch ihre starken Paraden immer wieder in der Partie hielten.

15 Minuten vor Schluss lagen wir somit mit 13:11 in Führung und wollten diese weiter ausbauen, um den Sieg endgültig unter Dach und Fach zu bringen. Jedoch trieb das Unsicherheits-Gespenst mal wieder sein Unwesen, worauf Pfeffersport durch zwei Zeitstrafen gegen unser Team zehn Minuten vor Spielende den Ausgleich erzielte. Beiden Teams war die Anspannung in der Schlussphase deutlich anzumerken. Die letzten knappen Spiele haben jedoch gezeigt, dass wir mental durchaus in der Lage sind mit solchen Situationen umzugehen. So konnten wir nach 52 Minuten unsere zwei Tore Führung zum 16:14 wieder herstellen. Gleiches Szenario wie fünf Minuten zuvor: Wieder wurde unser Team durch Zeitstrafen kurz vor Schluss dezimiert. Pfeffersport hatte jedoch die Rechnung ohne „The Wall“ Anne gemacht: Sie parierte in den letzten Spielminuten mehrere, teils freie Würfe direkt hintereinander, sodass selbst Heinevetter und Wolff vor Neid erblasst wären. Angetrieben von dieser außergewöhnlichen Torwartleistung konnten wir unseren Vorsprung sogar noch ausbauen und beendeten das Spiel durch einen wunderschönen Spielzug in letzter Sekunde mit 18:14.

Der Handballgott war – trotz verbesserungswürdiger Gesamtleistung – am heutigen Tage nicht nur bei unserem Spiel auf unserer Seite. Tabellenführer ProSport wurde im Anschlussspiel in der Flatow-Halle von den Adler-Mädels deklassiert, während unser Verfolger SCC nicht über ein Unentschieden bei Tabellenschlusslicht Lichtenrade hinauskam. Somit liegen wir nach diesem Wochenende mit 3 Punkten Vorsprung auf dem 2.Platz der Liga. Nächste Woche erwartet uns schon der nächste Showdown bei ProSport, mit denen wir nach der Niederlage im Hinspiel noch eine kleine Rechnung offen haben.

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