11.Spieltag 19/20 Sp. Vg. Blau-Weiß 1890 – BTV 1850

11.Spieltag 19/20 Sp. Vg. Blau-Weiß 1890 – BTV 1850
11. Dezember 2019

Sp. Vg. Blau-Weiß 1890 – BTV 1850 22:21
Für die Punkte Mädels, für die Punkte!
Hätte jemand im Vorfeld geahnt, dass diese Aussage kurz vor Ende des Spiels von der gegnerischen Bank zu hören war? Wohl keiner.
Denn die Voraussetzungen hätten ungünstiger nicht sein können:

  1. Uhrzeit & Ort: Sonntag, 12:00 Uhr. Die meisten von uns machen sich um die Zeit normalerweise auf den Weg vom Club nach Hause und nicht mit Sporttasche bepackt in Richtung Südkreuz.
  2. Ohne Coach nichts los: Trainer Magnus weilte übers Wochenende in der Heimat und auch Co-Trainer Adi konnte uns krankheitsbegingt nicht unterstützen. Ex-Trainer Jan Böhm übernahm kurzfristig – vielen Dank an dieser Stelle!
  3. Kurzfristige Krankmeldungen: Gleich drei Rückraumspielerinnen fielen noch am Morgen aus, sodass wir kurzfristig keine Ersatzspielerinnen anfragen konnten
  4. Der glorreiche Rest: Die 9 restlichen Spielerinnen waren teilweise ebenfalls stark angeschlagen (Erkältung, Schulter, Rücken…) und verteilten sich ungünstigerweise auf dieselben Positionen. So verblieben genau drei Spielerinnen, die nicht im Tor oder auf Außen spielen.

Schon beim Aufwärmen konnten wir die skeptischen Blicke der Gegnerinnen spüren, die im Gegensatz zu uns eine voll besetze Bank vorweisen konnten. Das Positive: Es konnte nicht noch schlimmer kommen. In der Kabine sammelten wir nochmal unsere letzten Kräfte und fokussierten uns auf die Taktik-Ansage von Jan: Langsam spielen! Also wenn wir eines können, dann das – insbesondere Cagla C.-O. (Name geändert).
Wir brauchen jedoch nicht lange, um uns an die neue taktische Ausrichtung und Positionen zu gewöhnen. Nach knapp 10 Spielminuten lagen wir nicht ganz unverdient plötzlich mit 1:5 Toren vorne. Durch unser entspanntes Spiel im Angriff nahmen wir Blau-Weiß ihre stärkste Waffe: das schnelle Umschaltspiel. Stattdessen konnten wir viele Lücken erzielen und endlich auch einmal unsere Torchancen nutzen. Doch die Mädels von Blau-Weiß stehen nicht umsonst auf Platz 3 der Tabelle, sodass wir auch in der Abwehr das ein oder andere Mail von unerwarteten Aktionen überrascht wurden. Durch eine kleine Schwächephase des BTV konnten sie unseren Vorsprung Schritt für Schritt aufholen und sogar mit einem Vorsprung von 12:10 in die Kabine gehen.
Doch das Ergebnis stimmte uns nicht traurig – im Gegenteil. Wir hatten gezeigt, dass wir auch unter diesen Voraussetzungen mit einem Aufstiegsaspiranten mithalten konnten. Demensprechend änderten wir an der Taktik erstmal nichts und starteten motiviert in die zweite Hälfte. In den ersten 10 Minuten konnte sich keine Mannschaft weiter absetzen – bis wir zwei 2-Minuten Strafen hintereinander kassierten und sich Blau-Weiß auf 4 Tore absetzen konnte. 15 Minuten vor Schluss glaubte keiner so richtig mehr an ein Wunder. Jedoch spielten wir unser entspanntes Spiel weiter und fanden immer neue Lösungen gegen die offensive 5:1 der Gegnerinnen. So stand es zwei Minuten vor Schluss plötzlich 21:21. Die Sensation war nah – denn nun spürten wir auch den Druck der Gegnerinnen, die das Spiel irgendwie über die Zeit bringen wollten, um wenigstens wertvolle Punkte zu retten. Leider waren wir am Ende nicht clever genug und verpassten den Anschlusstreffer in den letzten Spielsekunden. Doch die knappe Niederlage fühlte sich keineswegs danach an. Selten war die Stimmung nach einem Spiel so ausgelassen, denn wir wussten: Auch auf fremden Positionen und wenig Spielerinnen hätten wir fast einen Favoriten der Liga geschlagen.
Einen großen Dank auch nochmal an Jan für das tolle Coaching!

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