3. Spieltag 19/20: BSV 92- BTV 1850

3. Spieltag 19/20: BSV 92- BTV 1850
22. September 2019

BSV 92 – BTV 1850 22:23
An einem sonnigen Samstag nahmen wir abends zur PrimeTime um 19:45 Uhr den weiten Weg nach Schöneberg auf uns, um unser drittes Saisonspiel gegen den BSV 92 zu bestreiten. Die Stimmen im Vorfeld variierten von Ich habe das Gefühl, heute liegt was in der Luft“ über „Ihr holt den ersten Sieg, wenn ich nicht mitspiele“ bis hin zu „Um die Uhrzeit stehe ich Samstag normalerweise erst auf“. Das treffenste Zitat kam jedoch von Co-Trainer Adrian: ABFAHRT! Ob bewusst oder unbewusst konnte er dadurch einige Spielerinnen des BTV besonders gut motivieren. Interessierte mögen den Begriff ABFAHRT einfach bei Youtube eingeben und die Siegesmotivation erhöht sich direkt um 200% (Ohne Gewähr). Achtung – das Abspielen des Videos kann zu ungewollten Ohrwürmern führen!
Abfahrtsbereit waren auch die 10 (verliebenen) Spielerinnen des BTV, die trotz verletzungsbedingter Dezimierung hochmotiviert in die Partie starteten. In der Anfangsphase des Spiels erlebten die Zuschauer einen torreichen Schlagabtausch beider Mannschaften. Unsere BTV Ultras (aka aktive und inaktive Handballerinnen, Nachwuchshandballer, Freunde & Fans) gaben von Anfang an Vollgas auf der Tribüne – genauso wie wir auf dem Spielfeld. Doch die Mädels des BSV ließen sich nicht so leicht abschütteln. Dementsprechend konnten wir uns nach knapp 8 Minuten nur mit einem Tor absetzen. Es folgten einige torlose Minuten: Unsere Abwehr hatte sich nun besser auf die Bewegungen der Gegnerinnen eingestellt und erschwerte diesen somit den Zugang zum Tor. Trotz schöner Kombinationen waren aber auch wir im Angriff nicht von Erfolg gekrönt. Nach der kurzen Torpause ging der enge Schlagabtausch munter weiter. Wie im Zickzack konnte der BSV zunächst den Ausgleich erzielen, während wir direkt darauf wieder in Führung gingen. Bereits jetzt zeigten sich die Früchte der anstrengenden Trainingswoche. Durch unsere Vielfalt an Angriffsvarianten waren wir für unsere Gegnerinnen nur schwer auszurechnen. Ob Tempogegenstöße, Rückraumgranaten, Kreisanspiele – wir fanden immer wieder neue Lösungen. So konnten wir unsere knappe Führung (10:11) nach 30 Minuten mit in die Kabine nehmen.
Fun Fakt: Bereits jetzt hatten wir genauso viele Tore erzielt, wie in unserem Spiel gegen ProSport letztes Wochenende. Maggi ermutigte uns, unsere Chancen noch besser zu nutzen und weiterhin wach zu bleiben. Der erste Saisonsieg war zum Greifen nahe – wir mussten unsere starke Leistung nur noch weitere 30 Minuten unter Beweis stellen. Abfahrtsbereit starteten wir also in die zweite Hälfte – insbesondere Nathalie. Innerhalb von zwei Minuten schenkte sie unseren Gegnerinnen drei wunderschöne Rückraumtore ein. Danach war es erstmal Zeit für eine kleine Pause, die ihr die Schiedsrichterin mit freundlicher Unterstüzung des BSV gerne für zwei Minuten genehmigte. Doch auch die zwischenzeitliche Dezimierung konnten wir ohne Verluste wegstecken, sodass wir unsere drei Tore Führung bis zehn Minuten vor Schluss halten konnten. Auch Dank unserer beiden Torfrauen, die uns an diesem Tag nicht nur das ein oder andere Mal aus der Misere retten konnten.
Unglücklicherweise waren wir es diesmal, die mit einem kurzzeitigen Einbruch der Konzentration zu kämpfen hatten. Fünf Minuten reichten den Gegnerinnen, um erstmalig im Spiel in Führung zu gehen. Noch 4,5 Minuten bis zum Schlusspfiff. Die Partie entwickelte sich zu einem kleinen Handballkrimi. Keiner wagte es noch auf die Uhr zu schauen – weder die Spielerinnen auf dem Platz und auf der Bank noch die BTV Ultras auf der Tribüne. Doch anstatt weiter einzubrechen, fingen wir uns in der wichtigen Phase des Spiels wieder und konnten den Ausgleich erzielen. Jetzt merkte man auch den Gegnerinnen die Nervosität an. Trotz einer weiteren 2-Minuten Zeitstrafe erzielten wir 90 Sekunden vor Spielende den Führungstreffer und verteidigten diesen 22:23 Vorsprung bis zum erlösenden Schlusspfiff. Danach gab es für alle kein Halten mehr. Wir rannten alle wie wild durch die Halle – lachend, weinend, schreiend, jubelnd. Da war er endlich – der längst fällige Befreiuungsschlag.
So kann es im nächsten Spiel weiter gehen. In diesem Sinne: ABFAHRT

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