5. Spieltag 17/18

22. November 2017

Vgg. Adler 12 – BTV 1850
Zum Auswärtsspiel in die Flatowhalle? Klingt komisch – ist aber so. Da unsere heutigen Gegnerinnen Adler ebenfalls unsere schöne Halle als Heimspielstätte benutzen, starteten wir nach der 4-wöchigen Herbstpause in gewohntem Terrain. Mit fast voll besetzter Bank wollten wir mit schnellem Tempohandball zeigen, dass sich die letzten intensiven Trainingswochen ausgezahlt haben. Nach Anwurf der Gegnerinnen eroberten wir mit einer beherzten Abwehr direkt den Ball und leiteten damit den ersten Kontertreffer durch Frances ein. Genauso hatten wir uns den Start in das „Derby“ vorgestellt.

Dennoch konnten wir uns in den ersten Spielminuten nicht richtig absetzen, da Adler ihre durchsetzungsstarke Halblinke gut in Szene setze. So lagen wir nach 11 Minuten bei einem Stand von 3:4 lediglich mit einem Tor vorne. Also zeigten wir im Angriff durch intelligent umgesetzte Spielzüge sowie schöne Aktionen mit Kreisläuferin Lena, dass der BTV-Express langsam ins Rollen kam. Ganze vier Minuten waren nötig, um unseren Vorsprung auf 3:7 auszubauen. Die Basis dafür bildete nach wie vor unsere aggressive Deckung, gepaart mit starken Leistungen unserer beiden Torfrauen. Fünf Minuten vor Ende der ersten Halbzeit stand es daher komfortable 6:12 für den BTV, sodass sich die ein oder andere Spielerin bereits gedanklich in die Halbzeitpause verabschiedete. Adler nutzte diese unkonzentrierte Phase, um den Rückstand auf 3 Tore zu verkürzen. Trainer Jan zog schließlich die Reißleine. Nach kurzem Wachrütteln im Teamtimeout legten wir noch einen Zwischenspurt ein und beendeten mit 9:14 die erste Hälfte des Spiels.

Fazit bisher: Nicht schlecht, aber wir hatten unsere spielerischen Möglichkeiten noch nicht vollständig genutzt. Insbesondere in Anbetracht dessen, dass Adler nur eine dünn besetzte Auswechselbank vorweisen konnte. Ziel war also, unseren Vorsprung mit Ballgewinnen in der Abwehr und Tempospiel nach vorne noch weiter auszubauen. Gesagt, getan. „BTV on Fire“ war wohl der passende Leitsatz für die ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte. Während dieser Zeit wurde klar deutlich, welches (oft ungenutztes) Potential noch in der ganzen Mannschaft steckt. Im Angriff zeigten wir vielfältige Wege, um Torerfolge zu erzielen. Ob erste Welle, zweite Welle, Spielzüge oder Einzelaktionen –  die Abwehrreihen der Gegnerinnen waren schier machtlos gegen unsere Angriffskombinationen.

Doch nicht nur da – der Mittelblock des BTV hatte hinten Beton angerührt, sodass Adler erst nach knapp 17!!! Minuten den ersten Treffer in der zweiten Halbzeit erzielen konnte. Man munkelt ja, dass manch Trainer die Qualitäten unseres Torfrauen-Duos bereits als „Weltklasse“ angesetzt hat und ihnen dadurch nochmal einen extra Motivationsschub gegeben hat. So bauten wir unseren Vorsprung knapp zehn Minuten vor Schluss auf 11:23 aus.

Jetzt einfach nochmal weiter oben die Passage vom Ende der ersten Halbzeit lesen, die Schlussphasen verliefen nämlich fast identisch. Kurz vor Ende des Spiels einen 12 Tore Vorsprung zu haben, passiert uns auch nicht alle Tage. Dementsprechend kam erneut eine kurze Phase der Unkonzentriertheit in unserem Team auf, die die Spielerinnen von Adler direkt mit Torerfolgen bestraften. Zwei Minuten vor Ende führten wir schließlich nur noch mit 8 Toren, sodass wir am Ende nochmals die letzten Kräfte mobilisierten und das Spiel durch ein Last-Minute Tor in der letzten Sekunde mit 15:25 verdient für uns entschieden. Nächstes Wochenende wollen wir im Pokalspiel diese neu gewonnene Energie und Euphorie nutzen, um Landesligateam Tegel ein wenig zu ärgern.

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