6. Spieltag 17/18

27. November 2017

BTV 1850 – SG NARVA Berlin III
Qualität statt Quantität – so lautete unsere Taktik für das Heimspiel gegen unsere Nachbarinnen aus Friedrichshain. Aufgrund von verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfällen konnten wir lediglich auf eine einstellige Anzahl an einsatzfähigen Spielerinnen zurückgreifen.

Die dritte Mannschaft der SG Narva startete dagegen mit einer voll besetzten Bank in die Partie. Zu Beginn kamen beide Teams schwer ins Spiel, erst nach knapp sechs gespielten Minuten konnten wir die Führung zum 1:0 erzielen. Unsere Deckung überzeugte zu Beginn durch die gewohnte Mischung aus Agilität und Aggressivität, sodass die Gegnerinnen zunächst keine Mittel fanden, sich effektiv in Szene zu setzen. Jedoch erging es uns im eigenen Angriffsspiel auch nicht besser, da wir unsere Stärken im Tempospiel nicht konsequent genug in das Spiel Integrierten. Nach den ersten torlosen Minuten konnten beide Mannschaften weitere Treffer erzielen, sodass sich kein Team mit deutlichem Vorsprung absetzen konnte.
In der Deckung nutze Narvas einzig gefährliche Werferin unsere zwischenzeitlichen Unkonzentriertheiten und Absprachefehler aus, um einfache Tore zu erzielen. Aufgrund dessen verabschiedeten wir uns lediglich mit einem Zwei-Tore Vorsprung beim Stand von 9:7 in die Halbzeitpause.

Unser Trainerduo konnten wir mit unserer bisherigen Leistung nicht besonders beeindrucken, da wir uns aufgrund einiger Ballverluste um eine besseres Halbzeitergebnis gebracht hatten. Somit wollten wir in der zweiten Hälfte den Fokus auf unsere eigentlichen Stärken setzen: Die starke Defensive und ein schnelles Umschalten im Angriffsspiel. Gesagt, getan. Und zack – lagen wir nach den ersten fünf Spielminuten durch zwei Gegenstoß-Treffer plötzlich mit 12:7 vorne. Narva war somit bereits jetzt zur Auszeitnahme gezwungen. Leider konnten wir unseren Aufwind nicht in die weitere Spielzeit mitnehmen. Im Gegenteil – bedingt durch unnötige Ballverluste ermöglichten wir Narva eine wahre Trefferserie, sodass es 15 Minuten vor Spielende wieder unentschieden stand.

Zu diesem Zeitpunkt durchliefen wir eine unerklärliche Schwächephase, sodass Narva sogar die Führung übernahm. So lagen wir acht Minuten vor Schluss mit 13:16 hinten und hatten das Spiel im Kopf eigentlich schon aufgegeben, außer unsere Trainer. Durch deren Anfeuerung schöpften wir nochmal neue Energie und konnten durch schöne 1:1- Situationen sowie einfache Stoßbewegungen unseren Rückstand Stück für Stück verringern und somit fünf Minuten vor Ende den Gleichstand erzielten. Schließlich erzielte BTV-Shooterin Birte mit einer beherzten Aktion die Führung zum 17:16, der Narva in der verbliebenen Spielminute nichts mehr entgegen zu setzen hatte.

Einen großen Anteil am Sieg hatte Torfrau und „Geburtstagskind“ Anne, die fast alle Rückraumwürfe von Narva nahezu lässig pariert hatte und uns somit im Spiel gehalten hat. In den kommenden Spielen wollen wir nach dieser mäßigen Leistung wieder zu alter Form zurückfinden. Jedoch haben wir gezeigt, dass wir uns in dieser körperbetonten und hitzigen Partie auf unsere mentale Stärke in der Endphase verlassen konnten.

Oder vielleicht war es auch nur der Gedanke an das anstehende Siegerbier…  🙂 Die Auflösung gibt es im nächsten Spielbericht!

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