HVB-Pokal Achtelfinale

11. Januar 2018

BTV 1850 – HSG Neukölln 22:25
Der Pokal hat seine eigenen Gesetze! Warum sollte ein Stadtliga-Team also nicht in der Lage sein, eine Mannschaft zu schlagen, die nur drei Ligen höher spielt? Die Vorzeichen stand schon einmal schlechter: Im Gegensatz zu unseren Spielen vor der Winterpause konnten wir auf 12 einsatzfähige Spielerinnen zurückgreifen, während Neukölln mit einer Rumpfmannschaft von sieben Feldspielerinnen und zwei Torfrauen anreiste. Des Weiteren standen uns für das Pokalspiel ein ganzes Schiedsrichter Duo sowie ein geballter BTV Fanblock zur Verfügung.

Unser Ziel war es, die Mädels aus Neukölln so lange wie möglich zu ärgern und die Chance wahrzunehmen, unsere Spielweise an höherklassigeren Gegenspielerinnen zu testen. Die Partie startete überraschenderweise recht ausgeglichen. Nachdem wir zu Beginn direkt in einen 0:2 Rückstand gerieten, stand es nach zehn Spielminuten 3:3 unentschieden. Nachdem Neukölln auf 3:7 davongezogen war, drohte uns das Spiel in der Mitte der ersten Hälfte durch eine 2-Minuten Strafe zu entgleiten. Jedoch vergaßen wir in dieser Zeit unsere anfängliche Nervosität und konnten den Rückstand sogar in Unterzahl um ein Tor verkürzen. Die 3-Tore Differenz konnten wir schließlich durch unsere geballte Abwehr und Torfrauen Power sogar bis in die Halbzeitpause halten.

Erst während der Kabinenansprache wurde uns deutlich bewusst, dass die zu Beginn als äußerst gering eingeschätzten Siegchancen in greifbare Nähe gerückt waren. Unser Ziel für die zweite Hälfte war es nun, Respekt und Angst vor dem Klassenunterschied endgültig abzulegen und zeigen, dass wir an einem guten Tag auch eine Mannschaft wie Neukölln schlagen können.

Mit dieser Ansage im Hinterkopf starteten wir motiviert in die zweite Hälfte des Spiels. Bereits nach fünf Minuten konnten wir durch unser cleveres und schnelles Angriffsspiels den Rückstand auf 12:13 verkürzen, wozu Neukölln gezwungen war, bereits in dieser frühen Phase ihr Team-Timeout zu nehmen. Kurzfristig gesehen, war diese Maßnahmen vollkommen sinnlos. Im nachfolgenden Angriff der Gäste nahmen wir ihnen gekonnt den Ball ab und erzielten per Gegenstoß den verdienten Ausgleich. Nach diesem Tor befand sich unsere Stimmung auf dem absoluten Höhepunkt. Diese Hochphase wollten wir nutzen, um zum ersten Mal in dieser Partie in Führung zu gehen. Leider ließ sich Neukölln durch unseren Ausgleich nicht beirren und stellte nach 40 Minuten den ursprünglichen 3-Tore Vorsprung wieder her. Es folgte ein ständiges Hin- und Her an Torerfolgen, dadurch waren wir nicht in der Lage, unseren Rückstand zu verkürzen. Fünf Minuten vor Ende der Partie machte Neukölln den Sack zu und erspielte sich ein 18:23. Auch die anschließende Auszeit von Jan konnte unsere Niederlage nicht mehr verhindern. Jedoch steckten wir auch bis zum Ende nicht auf und so beendeten wir das Spiel mit dem ursprünglichen 3-Tore Rückstand beim Endstand von 22:25 für Neukölln.

Unsere kämpferische und spielerische Leistung spiegelte sich vor allem in der zweiten Hälfte des Spiels wieder, in der wir isoliert betrachtet ein Unentschieden erzielen konnten. Schade, dass uns am Ende die Cleverness und etwas Glück gefehlt hat, um die Pokalsensation zu erreichen. Aber wir gehen erhobenen Hauptes aus der Halle und werden das Selbstbewusstsein für die kommenden Ligaspiele mitnehmen.

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