13.Spieltag 18/19

28. März 2019

VfL Lichtenrade – BTV 1850
Nach dem Heimsieg über NARVA, ging es hinunter nach Lichtenrade, dem Tabellenzweiten. Im Gegensatz zur Vorwoche konnten wir nicht auf die Unterstützung der Zweiten zurückgreifen und gingen so mit nur 10 Feldspielern in die Partie. Dafür wieder mit an Bord: Roman Wolf und Celian Girost.

Wir starteten eigentlich ganz vernünftig, nur zählte leider keines unser ersten drei Tore. Dazu verwarfen wir zwei 100% und so stand es nach 10 gespielten Minuten noch immer 3:0 für die Hausherren. Zu allem Überfluss holte sich Kreisläufer Tim Escher bei einer Abwehraktion einen Cut über dem Auge, der so tief war, dass wir ihn lieber gleich ins Krankenhaus schickten. Wir mussten reagieren und reagierten mit dem 7.Feldspieler. Doch direkt beim ersten Versuch setzte es 2min vom KG. Zugegeben, es war etwas unübersichtlich da gleich zwei zum Wechseln kamen, aber es waren nie 8 Spieler auf dem Feld. Ein gutes KG verwarnt im Zweifel erstmal die Mannschaft (so lehrt es zumindest die Schulung des HVB), aber nicht so in Lichtenrade. Trotz der Strafe, hatten wir uns durch konsequente Abwehrarbeit und den 7.Mann nun in die Köpfe der VfL-Spieler gearbeitet, die in der Folge unglaublich viele Fehler produzierten. Beim 6:7 nach 22.Minuten übernahmen wir zum ersten Mal die Führung und sollten diese bis in die Halbzeit behaupten. 9:10.

Die zweite Hälfte begann denkbar ungünstig. 7m für Lira und die dritte 2min für unseren zweiten Kreisläufer Lauritz Fischer. Damit waren es nur noch 8 Feldspieler und kein Kreis mehr. Das Spiel blieb aber zunächst auch in der zweiten Halbzeit sehr eng und umkämpft. Insgesamt jedoch auf einem niedrigen Niveau. Wir schafften es immer wieder vorzulegen, doch die Gastgeber glichen aus. Als wir uns dann mal das 13:15 erarbeiteten, drückte uns das KG nochmal einen Wechselfehler rein. Diesmal nicht für den Torwart sondern weil … keine Ahnung, passte halt gerade gut ins Spiel. Dennoch setzten wir uns auf 16:19 ab. Die erste 3-Toreführung für uns in diesem Spiel. Nun brachte auch Lichtenrade den 7.Feldspieler. Wir gewannen den Ball, konnten aber nicht zum vielleicht entscheidenden Tor treffen. Stattdessen glich Lichtenrade in der Folge zum 19:19 aus uns es wurde eine hitzige Schlussphase. In dieser soll eine clevere Unsportlichkeit der Gastgeber nicht unerwähnt bleiben: Rudi Schulz rannte zur Wechselzone um Keeper Vincent Stöckmann einzuwechseln. Er wähnte sich schon fast draußen, als ihn der gegnerische Außen zurück ins Feld checkte. Und dass war kein ‚die Laufwege haben sich gekreuzt und wir haben uns nicht gesehen‘, sondern ein vollkommen bewusster Bodycheck. Durch den Schwung rannte Rudi an der Wechselzone vorbei und eh der Nächste zum Wechseln raus kam, konnte Lira den Ball schon nach vorne tragen und eben jener Außen traf ins leere Tore. Clever aber höchst unsportlich, würde ich sagen. Die Schieris konnten es nicht sehen, da es abseits des Spielgeschehens passierte und das KG hat diesmal natürlich nichts gesagt. Was soll man machen, Auswärtsspiel halt. Dummerweise verwarfen wir dann auch noch einen 7m. Immerhin traf Jan Böhm eine Minute vor dem Ende zum 19:20 für uns. Die Gegner nahmen noch eine Auszeit und wir schworen uns auf eine Abwehr gegen 7 ein. Wir deckten auch gut, doch 20 Sekunden vor dem Pfiff schleuderte Jonas Beer, der bis dahin kaum in Erscheinung getreten war, einen Hüftwurf durch den Mittelblock. Vincent reagierte schnell in die Ecke, war mit der Hand dran, konnte das Gegentor aber dennoch nicht verhindern. Aber es waren ja noch 15 Sekunden um selbst nochmal zum Abschluss zu kommen. Diesen nahmen wir uns auch, allerdings direkt vom Anwurf auf das leere Tore. Doch der Keeper war schnell genug hinten und vereitelte unser Siegtor (ob da das KG beim Wechsel auch so genau hingeschaut hat?). Stattdessen hatte Lira jetzt noch einen Angriff und kam nochmal zum Wurf, den Vincent glücklicherweise parierte.

Endlich mal wieder einen Punkt in Lichtenrade geholt, könnte man sagen. Man muss nach dem Spiel allerdings eher sagen: Wieder (wie im Hinspiel) einen Punkt an Lichtenrade verschenkt. Wie so oft in dieser Saison fehlt uns die Abgezocktheit und auch die Power im Angriff in den Schlussminuten. Nur ein Tor in den letzten 7 Minuten ist einfach zu wenig um ein Spiel zu gewinnen. Dennoch, trotz des kleinen Kaders und der weiteren Dezimierung im Spiel, zeigten wir eine starke taktische und kämpferische Leistung gegen den Aufstiegskandidaten. Man muss allerdings auch sagen, dass die Gastgeber eine desolate Leistung zeigten. Dass diese Mannschaft vielleicht aufsteigt, ist ein Armutszeugnis für die diesjährige Verbandsliga.

Samstag geht es Zuhause weiter gegen OSF II. Im Hinspiel gab es eine saftige Klatsche. Wir haben also was gut zu machen!

Es spielten: Friedrich, Stöckmann, Böhm 2, Escher, Langhans 5, Schlichter 4, Schulz 4, Liedtke 3, Fischer, Wolf 1, Girost 1, Klein

Comments 1

  1. Stefan Krai

    Lieber Sportkamerad Tomte!
    Eure Mannschaft hat im Spiel gegen Lichtenrade vieles richtig gemacht und der Gastgeber hat mit zu vielen Fehlern gespielt. Es steht jedem zu seine Meinung in einem Spielbericht zu schreiben und auch für den eigenen Verein zu denken. Allerdings hatte ich den BTV 50 schon als offenen freundlichen, an Werten orientierten Verein im Gedächtnis. Vor allem fair geht eigentlich bei Euch immer vor. Dein Bericht spiegelt das in keiner Zeile wieder, schade!
    Sei versichert, wir nehmen die Tätlichkeit Eures Spielers nicht nachtragend. Das passiert in hektischen Phasen.
    Übrigens, dass Du Deine Mannschaft so schlecht machst ist bemerkenswert. Ich sehe den BtV50 keinesfalls als Arnutszeugnis in seiner Spielweise, zumal die Mannschaft vor dem Spiel gegen Lichtenrade noch Vizemeister oder sogar Meister hätte werden können. Schade, dass das für Dich ein Armutszeugnis ist!
    P.S: Wechselfehler sind nun mal Wechselfehler.
    Schade das Du eine so negative persönliche Ebene gegen Menschen im Ehrenamt aufbaust. Das ist Euren tollem Verein nicht würdig.

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