20.Spieltag 15/16

21. April 2016

TuS Hellersdorf – BTV 1850
„Couragierte Leistung wird nur nicht belohnt.“ An einem sonnigen Sonntag stand eine unserer weitesten Auswärtsfahrten zu einem uns ungeliebten Gegner an. Die Tabellensituation und die noch verbleibenden Spiele im Kopf, war uns bewusst, dass wir in Hellersdorf punkten mussten, um nicht noch weiter in den Tabellenkeller zu rutschen. Der hiesige Fanblock von Hellersdorf und die Situation, dass ein junges Schiedsrichterteam aufgestellt wurde, die das erste Mal in der Verbandsliga pfiffen, hat uns vor Augen geführt, dass es diesmal über die Einstellung und den Kampf gehen muss. Nach unserer herben Niederlage gegen Neukölln war diesmal ein anderer BTV gefragt und dieser trat so dann auch auf.

Im Vergleich zu letzten Spielen hat dieses Mal die Einstellung von Minute eins an gestimmt und so haben wir eines der wenigen Spiele bestritten, in denen wir nicht schon nach der Anfangsviertelstunde einem Rückstand hinterherlaufen mussten.

Der Beginn der Partie war von einem Abtasten und eher wenigen Tormöglichkeiten geprägt. Dabei fiel auf, dass eine der entscheidenden Faktoren die Abwehr spielen wird. Nachdem der Angriff letztes Spiel sehr blass blieb, konnten wir diesmal wieder wichtige Akzente vor allem aus dem Rückraum setzten. So konnten sich in Halbzeit 1 unser gesamte Rückraum, ja sogar unsere gesamte Startformation in die Torschützenlisten eintragen. Dies war umso wichtiger als dadurch der nötige Druck von allen Mannschaftsteilen bewirkt wurde. Hellersdorf, die anfänglich unseren Aufbauspieler Jakob kurz gedeckt haben, entschieden sich so wieder zu einer 6-0 Abwehr zu wechseln. Ein sehr ausgeglichenes Spiel in Halbzeit eins nahm gegen Ende die von uns forcierte Richtung an und so konnten wir auf 3 Tore Vorsprung wegziehen.

Die Zuversicht und den Willen in den Gesichtern der BTV Spieler und vor allem das nötige Selbstvertrauen war wieder zu erkennen. Wo wir sonst in den letzten Spielen mit uns selbst gehadert haben und unzufrieden waren, haben wir uns diesmal nicht beirren lassen und die Konzentration aufrechterhalten. Nachdem Hellersdorf immer wieder scoren konnte, haben wir es vor allem unseren Rechten Rückraumspieler Zoltan zu verdanken, dass der Abstand gewahrt blieb. Dieser ging mit Beispiel und Willen voran und konnte sich mit 3-4 Toren Anfang der zweiten Hälfte auszeichnen.

Eine spielprägende Situation ereignete sich, als ein Hellersdorfer Rückraumspieler eine zwei Minuten Zeitstrafe gegen uns gezogen hat und sich in der Folge lautstark beschwerte. Dies führte dazu, dass er unsere Bank und Spieler beleidigte. Die jungen Schiedsrichter handelten konsequent und richtig indem sie den Spieler mit Rot des Spielfeldes verwiesen. Dies war eine Situation, die uns in die Hände spielte. Mit so entstandenen freien Räumen für unsere Außenspieler konnten wir auf 5 Tore davon ziehen und das Gefühl eines Sieges war in unseren Köpfen.

Leider kommt so oft im Leben alles anders als man denkt. Aus unerklärlichen Gründen hat dieser Vorsprung uns die Konzentration genommen. Die Toren fielen nicht mehr so wie in den ersten 50 Minuten und die Beine wurden schwerer und schwerer. Unsere bis dahin sehr stark agierende Abwehr war nicht mehr so beteiligt und energisch wie in der Vorzeit. Angefeuert von Ihrem großen Fanblock kamen die Hellersdorfer Tor für Tor dichter und so ereignete sich die gleiche Situation wie im Hinspiel. Eine Führung kurz vor Schluss hielt wieder nicht bis zum Abpfiff stand und so kassierten wir in der letzten Minute den Ausgleich. Ein nicht verwandelter Siebenmeter von unserem sonst so sicheren Schützen besiegelte dann das Endergebnis 27:27.

Auch wenn dieses Ergebnis für uns ein herber Rückschlag im Abstiegskampf ist, hat uns dieses Spiel und der damit verbundene Einsatz, Hoffnung auf die restlichen 2 Spiele gemacht. Zu hoffen bleibt, dass wir dann nicht kurz vor Schluss einbrechen und eine Führung zu einem so wichtigen Sieg verwandeln können.

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