15.Spieltag 16/17

4. März 2017

SV Adler – BTV 1850 II
Nach der wahrlich kräftezerrenden Partie des vergangenen Spieltages, schien mit dem SV Adler Berlin am letzten Wochenende nun ein leichter zu knackender Gegner auf die zweite Welle des BTV zu warten. Und so streiften sich die Mannen aus Kreuzberg – bedingt durch die gleiche Trikotfarbe wie die des Gastgebers – ihre leuchtend grünen Laibchen über und harten – ganz der Hoffnung, die man der Farbe Grün zuschreibt – frohgemut der Dinge, die da kommen mögen. Doch auch dieses Spiel sollte sich wieder als ein intensiv geführtes und spannendes Match für den BTV erweisen.

Hatten Moe und Christian die ersten beiden Treffer der Adler noch postwendend ausgleichen können, so gelang es den Gastgebern in der Folge durch mehrere klug ausgespielte Angriffe und begünstigt durch das Anfangs noch unglückliche Händchen von Torwart Alexander (der die beiden verhinderten Wesi und Valli an diesem Spieltag zunächst ersetzte) über Außen auf 6:3 davonzuziehen. „Kalterwischt“- konnte man an dieser Stelle treffend über die Anfangsphase des Spiels festhalten. Obwohl die Zweite „positiv in der Abwehr“ spielte, verwarf der Angriff im Gegenzug abermals zu schnelle und zu einfache Bälle, was es den Adlern ermöglichte, selber gut ins Spiel zu finden. Schon nach den ersten Minuten war also klar, dass auch dieses Spiel nicht ohne eine Energieleistung zu gewinnen sein würde. Und so stemmte sich die Zweite gegen das drohende Unheil und hatte den Rückstand in der 16. Spielminute auch auf 8:8 egalisiert. Nun entwickelte sich ein packendes Spiel, wobei einige fragwürdige 7m-Pfiffe zu Gunsten der Gastgeber für einigen Missmut bei den BTVlern sorgten – ähnliche Aktionen wurden im Gegenzug nämlich vom fast 90 jährigen Schiedsrichter großzügig übersehen. Und so ging es mit einem Rückstand von 2 Toren (13:11) und einer kräftigen Portion Ärger in die Pause. Verständlich, denn hätte die Zweite ihre Angriffe konsequenter und durchdachter durchgespielt und in ihren Abschlüssen mehr Druck hinter den Ball bekommen, hätte das Ergebnis auch umgekehrt lauten können.

In der zweiten Halbzeit wechselte dann der aus der Dritten gekommene Pietsch ins Tor und Alex nahm wieder seinen angestammten Platz auf der Trainerbank ein. Leider begann die zweite Hälfte jedoch ähnlich unbefriedigend wie schon die ersten 30 Minuten und Adler zog auf 17:13 davon. Unglücklich oder vielmehr unglaublich ist hierbei vor allem die Arbeit des Schiedsrichters zu nennen, der nach einer 2min- Zeitstreife gegen die Gastgeber den nächsten Angriff dieser sage und schreibe 1:50min(!) laufen ließ – ohne das Adler Anstalten machte zum Abschluss zu kommen oder der Schiedsrichter Zeitspiel angezeigt hätte. Erst der verworfene Angriff beendete diese Farce! Doch statt die Hoffnung schwinden zu lassen, besannen sich die Kreuzberger auf die symbolische Bedeutung ihrer Laibchenfarbe und starteten eine engagierte Aufholjagd, die ihrer Spitzenposition in der Tabelle vollends gerecht wurde. Eingeleitet von Moe (17:14) kämpfte sich die Mannschaft durch Doppeltreffer von Maggi und einem 7m von Moe an die Adler heran (17:17) und lagen durch das 18:17 von Julian zum ersten Mal in Front. Das Spiel war sensationell gedreht worden! Hiervon schien auch der Gastgeber beeindruckt zu sein, der seine in der ersten Halbzeit noch souveräne Linie zunehmend zu verlieren schien und so wurde es für den nun warmgelaufenen Motor des BTV immer leichter, das Spiel an sich zu ziehen. Über 19:18 und 22:20 gelang es der Zweiten auf 25:20 in der 50. Minute davonzuziehen. Der SV Adler wirkte zu diesem Zeitpunkt nun vollends überfordert und wusste sich nur noch durch eine rabiate Spielweise zu helfen. Ein absichtliches und bewusst eine schwere Verletzung des Gegners in kaufnehmendes herausgestelltes Bein wurde deshalb auch zu Recht mit der Roten Karte bestraft. Zum Glück blieb Moe – leidtragender dieser rücksichtslosen Spielweise – nach erstem Schreckmoment am Ende ohne größere Verletzung. In der Folgezeit gaben die Kreuzberger den hart erkämpften Vorsprung dann nicht mehr aus den Händen und konnte sich am Ende eines intensiv geführten und spannenden Spiels nicht nur über einen 28:24-Sieg sondern auch übe den zweiten Tabellenplatz in der Stadtliga A freuen.

Am kommenden Wochenende steht dann die nächste schwere Herausforderung für die Zweite Welle an, kommt doch mit dem TSV Rudow III der aktuelle Spitzenreiter der Liga zum nächsten Handballknaller zu Gast in die Flatowhalle nach Kreuzberg.

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