15.Spieltag 17/18

6. März 2018

BTV 1850 II – SG AC/Eintracht Berlin
Weder Fisch noch Fleisch – wer die vergangenen Spiele der Zwoten gesehen hat, wird sich dieser Aussage sicherlich zustimmen können. Nach zwei durchwachsenen Partien – einem glücklichen Sieg gegen Borussia Friedrichsfelde und einem ärgerlichen Unentschieden gegen Z88 – sollte nun mit dem Tabellenzweiten aus Hellersdorf eine weitere schwer zu knackenden Nuss auf die Zwote des BTV warten. Einfach mal den Kopf ausschalten und den Favoriten ärgern – das schien die passende Marschroute für dieses Spiel zu sein.

Und die Jungs sollten es verinnerlicht haben. Wirkte die Mannschaft in der letzten Zeit häufig zu verkopft und vielleicht auch verunsichert aufgrund der Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen, zeigten die Kreuzberger am vergangenen Samstag von der ersten Minute an ein anderes Bild: auf dem Parkett stand nun ein Team, das nicht nur von Beginn an präsent war, sondern auch den notwendigen Biss zeigte, um den körperlich betont spielenden Gästen Paroli zu bieten – endlich auch gepaart mit einer in den vergangenen Spielen häufig vermissten Lockerheit im Angriff. Treffer wurden mit Gegentreffern beantwortet und so entwickelte sich in den ersten Minuten ein spannendes Spiel, in der der BTV in der Folgezeit leicht die Oberhand gewinnen konnte. Besonders der starke Mittelblock um Laurids sowie die beiden Julians bereiteten den Gästen Probleme und hielten diese ab der 10. Minute konstant auf 2-Tore-Abstand. Erst zum Ende der 1.Halbzeit gewann der Favorit aus Hellersdorf wieder etwas Oberwasser und egalisierte in der 25. Minute zum 13:13. Das letzte Wort hatten allerdings die Kreuzberger, die durch Julian kurze Zeit später den bis dahin verdienten Pausenstand von 14:13 erzielten.

Und genauso munter aufspielend machte die Zwote in den folgenden 30 Minuten auch weiter. Selbst eine kleine Schwächephase um die 40. Minute, die der AC/Eintracht zur 2-Tore-Führung nutzte, verunsicherte die BTVler dieses Mal nicht. Die Angriffe wurden konzentriert ausgespielt und fällige 7-Meter von Julian sicher verwandelt – nicht zu vergessen, dass das Prunkstück der Kreuzberger – die in dieser Saison äußerst starke Abwehrarbeit – auch in diesem Spiel gut funktionierte und den AC zur Verzweiflung brachte, deren beiden stärksten Spieler permanent kurz genommen wurden – der fällige Ausgleich zum 22:22 in der 44. Minute war die logische Konsequenz.
Kein Wunder also, dass die Gäste immer mehr ihre körperliche Stärke einsetzen, um das Spiel unter Kontrolle zu halten und den Sieg zu erzwingen. Doch dieses Mittel sollte nicht aufgehen. Fielen die Hellersdorfer vorne allzu schnell hin und markierten den sterbenden Schwan, packten Sie hinten nicht minder zimperlich zu – eine Spielweise, auf das sich der Schiedsrichter zum Glück nicht einließ und konsequent mit 2-Minuten-Strafen durchgriff. Jochen und der aus der 1.Mannschaft aushelfende Sascha nutzen sogar eine eigene Unterzahl mit 2:0 Toren zur 26:23 Führung aus, die eine Minute später durch Julian A. sogar noch zum 27:23 ausgebaut wurde! Zum ersten Mal lag der Sieg in greifbarer Nähe und sollte in den folgenden Minuten tatsächlich nicht mehr ernsthaft in Gefahr geraten. 33:30 lautete dann auch der Endstand in einem Spiel, bei dem sich die Zwote endlich noch einmal für ihre gute Arbeit selbst belohnt hat und vollkommen zu Recht als Sieger vom Platz gehen konnte. Herzlichen Glückwunsch!

In der kommenden Woche wartet dann zunächst ein aufgrund des Pokals spielfreies Wochenende auf die Jungs, bevor es am 18.03. (Sonntags) gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg IV weiter in der Saison geht. Bis dahin heißt es: Am Ball bleiben meine Herren und den Schwung der vergangenen Partie mitnehmen!

Marco


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