Rückschau und Zwischenfazit

11. Januar 2017

2. Mannschaft zur Halbzeit der Saison 2016/17
Die Hälfte der laufenden Saison ist gespielt und die 2. Mannschaft des BTV steht mit 8 Siegen und 3 Niederlagen auf einem guten 3. Tabellenplatz in der Stadtliga A. Nachdem die Mannschaft im Sommer sowohl mit ehemaligen Spielern aus der 1. Mannschaft als auch aus 2. Mannschaft und einigen Neuzugängen neu zusammengewürfelt wurde, galt es für mich als Trainer erst einmal eine Mannschaft zu formen und den mannschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Gleichzeitig sollte unter dem neuen Spielertrainer ein junger und leistungsorientierter Unterbau für unsere 1. Mannschaft entstehen, mit dem Ziel die Spieler so an unsere Verbandsliga-Mannschaft heranzuführen und das Team personell zu unterstützen. Nach einer intensiven Vorbereitung, einigen guten Testspielen gegen höherklassige Mannschaften und dem Turniersieg beim Kreuzberger Pflasterstein-Cup wurde schnell klar, dass die neue 2. Mannschaft das Potenzial für die Stadtliga mitbringt.

Beim Saisonauftakt im September konnte nahtlos an die gute Leistung der Vorbereitung angeknüpft werden. Mit zwei deutlichen Siegen gegen die HSG Kreuzberg II und dem TMBW II startete das Team in die Meisterschaft. Nach einem erfreulichen Start mussten wir am 3. Spieltag aber einen ersten Dämpfer hinnehmen. Bei den Blau Weißen aus Spandau verloren wir deutlich das erste Spiel der Saison. Eine desolate Abwehrleistung (38 Gegentore) gegen eine sehr junge und schnell spielende Spandauer-Truppe zeigte, dass auch in der Stadtliga guter und schneller Handball gespielt wird und dass nicht im Vorbeigehen jedes Spiel gewonnen werden kann. Im Training wurde nun an der Abwehrarbeit gefeilt. Beim darauffolgenden Heimspiel gegen die Adler aus Tempelhof brachte uns eine stabile Abwehr und ein kontrolliertes Offensivspiel erneut auf die Siegerspur und zu einem deutlichen Heimerfolg (31:20). Leider konnte die sehr gute Abwehrleistung beim anstehenden Spitzenspiel gegen die 3. Mannschaft aus Rudow nicht stand halten. Nach einer körperlich harten Partie, bei der beide Mannschaften lange auf Augenhöhe kämpften, mussten wir am Ende wieder einmal eine deutliche und unterm Strich zu hohe Auswärtsniederlage einstecken (29:35).

Nun stand das Pokalspiel an. Zu Gast in der Flatowhalle begrüßten wir die Verbandsliga-Truppe der Spielgemeinschaft von Ajax und Altglienicke. Es sollte unser bestes Spiel werden! Hochmotiviert und mit dem Ziel, das Pokalwunder perfekt zu machen, gingen wir in das Spiel. Es wurde ein sehr ansehnliches und spannendes Handballspiel, das keinen Sieger verdient hätte. Am Ende mussten wir uns aber knapp geschlagen geben. Nach 70 intensiven Spielminuten fehlten uns für eine Überraschung die erforderlichen Kraftreserven und das notwendige Quäntchen Glück, um letztendlich als Sieger vom Platz zu gehen (34:35).

Mit diesem Spiel hatten wir uns das Selbstvertrauen zurückgeholt, das wir für den Ligabetrieb benötigen, um gegen Spitzenmannschaften bestehen zu können. Die nächsten vier Punkte konnten wir dann ungefährdet gegen NARVA III (38:29) und beim Auswärtsspiel bei der Reserve vom Handball Club aus Charlottenburg (23:26) verbuchen. Auch das Spiel gegen den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer vom Prenzl’Berg konnte souverän gewonnen werden (33:22).

Zum letzten Auswärtspiel in 2016 mussten wir wieder einmal in den Westen der Stadt reisen. Gegner diesmal war die Reserve des VfV Spandau. Ähnlich wie im Pokalspiel standen sich auch diesmal zwei ausgeglichene Mannschaften gegenüber. Lange Zeit taten wir uns gegen die defensive 3:2:1 Abwehrformation sehr schwer. Zahlreiche 2-Minuten Strafen auf beiden Seiten ließen einen wirklichen Spielfluss nicht zu. Es sollte ein Handballkrimi bis zur letzten Sekunde werden. 2 Minuten vor Ende der Partie führten wir noch mit 2 Toren. 40 Sekunden vor Spielende stand es plötzlich unentschieden. Nachdem unser letzter Angriff am Torpfosten scheiterte, standen noch 4 Sekunden auf der Uhr. Spandau nahm die Auszeit und brachte den 7 Feldspieler. Nach einem Pass und einem erfolgreichen Wurf aus dem Rückraum landete der Ball mit der Schlusssirene in unserem Netz. 27:28 verloren. Am Ende eine völlig unnötige Niederlage.

Beim letzten Heimspiel vor der Weihnachtspause sollte eine entsprechende Reaktion gezeigt werden. Gegen die Borussia aus Friedrichsfelde stand aber plötzlich eine völlig verunsicherte Mannschaft auf dem Feld. Bis zur 45. Minute mussten wir einem Rückstand hinterherlaufen. Mit einer kompakten Defensive und einem guten Umschaltspiel konnte jedoch eine Niederlage abgewendet werden (26:21).
Beim ersten Spiel im neuen Jahr mussten wir dann zum Tabellenschlusslicht in den Norden reisen. Gegner dort war der HC Pankow. Gleich von Beginn an konnten wir durch eine gute Abwehrarbeit und unserem gut aufgelegten Neuzugang Valentin im Tor zu schnellen Toren aus der 2. Welle erzielen. Immer wieder verzweifelte Pankow an unserem Schlusslicht. Zur Halbzeit stand es 11:16 auf Seiten der Kreuzberger. Die zweite Halbzeit begann ebenso so stark wie die erste Halbzeit aufgehört hat. Nach 45 Minuten konnten wir den Vorsprung auf 10 Tore ausbauen (27:17). In den letzten Minuten ließen bei uns aber dann die Kräfte nach. Zahlreiche Bälle konnte der gegnerische Torwart abwehren, die immer wieder zu schnellen Kontertoren führten. Pankow konnte den Rückstand zwar noch einmal verkürzen, aber nach 60 Minuten gingen wir mit einem 26:30 Auswärtserfolg von der Platte.

In einer sehr ausgeglichen Stadtliga verloren wir drei Spiele gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel. In eigener Halle haben wir -bis auf das Pokalspiel- noch keine Punkte abgegeben. Es bleibt spannend in der Liga, in der jede Mannschaft jeden schlagen kann.

Am 15. Januar kommt es in der Flatowhalle zum Derby. Im ersten Heimspiel der Rückrunde erwarten wir den Kieznachbarn der HSG Kreuzberg. Die 2. Mannschaft des BTV bedankt sich herzlich für eure Unterstützung und wünscht Allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2017!

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