1.Frauen 2009/10

<10/11 08/09>

Mannschaft:


Hinten v.l.: Linda, Lisa, Marlene, Anja, Patri, Janna, Ulf, Tülin
Vorne v.l.: Sarah G., Luise, Stef, Doro

Tabelle:

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Saisonrückblick

Die Frauen haben in der Saison 09/10 mit 7 Siegen, 2 Unentschieden und 5 Niederlagen und einem gut erkämpften 3. Platz ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Nachdem wir in den beiden vorangegangenen Spielzeiten mehr darum bemüht waren, zu jedem Spiel genügend Aktive aufs Feld zu schicken, war das im letzten halben Jahr kein Thema mehr. Sechs Neu- bzw. Wiedereinsteigerinnen seit Mai 2009 bei nur zwei Abgängen haben uns eine gute und gesunde Basis beschert.

Trotzdem misslang der Saisonstart im September/Oktober 09 völlig. Sowohl in Hellersdorf als auch zu Hause gegen Turnsport hatten wir nach ca. 40 Minuten hoffnungsvolle Drei-Tore-Führungen auf der Anzeigetafel, die wir durch blöde Fehler (Spielerinnen UND Trainer) wieder hergaben und am Ende mit 0:4 Punkten dastanden. In solchen Momenten fragt man (Trainer) sich echt, ob hier vielleicht ganz grundsätzlich was nicht stimmt. Gut, dass da so ein Geburtstag anstand und mit äußerst leckerem Kuchen die Legende vom „Trainer aus Leidenschaft“ ihren Anfang nahm.

Eine Woche später hatten die Frauen von Turbine dann nix zu lachen. Wir ließen im Ganzen nur 7 Gegentore zu, machten selber 15 und hatten unseren ersten Saisonsieg. Nach den Herbstferien kamen dann die fetten Spiele, aber auch hier waren wir leider ganz nicht auf der Höhe, ließen uns von einer bis dahin völlig unscheinbaren, gegen uns aber verdächtig starken Buckower Mannschaft vorführen, um anschließend gegen Ajax und AC Berlin jeweils unentschieden zu spielen. An die Weihnachtsfeier eine Woche später erinnern wir uns dagegen alle noch sehr gerne, nur – wer hat bloß am nächsten Tag um 12.00h das Punktspiel gegen Eintracht Südring angesetzt? Als Motivation dafür wurde die Tabelle rumgezeigt: Bei einem Sieg bleiben wir zwar auf Platz 6, sind aber auf drei Punkte am Aufstiegsplatz 2 dran. Gut, dass kaum jemand auf der Tribüne saß und der glanzlose, aber sehr wichtige Sieg im ewig jungen Kreuzberger Duell von der Außenwelt quasi unbemerkt passierte.

Das Südring-Spiel war so was wie ein Aufbruch zu einer kleinen Siegesserie, denn die peinlichen Auftaktniederlagen wurden in bemerkenswerter Weise wettgemacht. Beide Rückspiele gingen nach gutem Handball unsererseits deutlich (21:15 gegen Hellersdorf und 16:9 gegen Turnsport) für den BTV aus. Gegen die „Turbininnen“ haben wir dann mal gemerkt, wie es ist, als Favorit in ein Spiel zu gehen. Denn es muss eine Entschuldigung für 45 Minuten Handball an die Zuschauer ausgesprochen werden, aber die letzte Viertelstunde mit einer nahezu unfassbaren Aufholjagd hat wohl wieder alle entschädigt. Wir lagen 10:15 zurück und drehten die Sache zum 16:15-Sieg. Brutalstmöglicher Jubel danach.

Dann gab’s Zeugnisse und wir machten uns für die Auswärtsspiele bei Buckow, Ajax und AC Berlin bereit. Wieder mit wechselhaften Ergebnissen. In Buckow waren wir nicht clever genug, eine 19:18-Führung ins Ziel zu bringen und verloren am Ende eines beiderseits richtig guten Handballspiels leider mit 19:22. Ein Lichtblick-Spiel bei Ajax endete nach zwischenzeitlicher 15:3-Führung (!) immerhin noch 18:14 zu unseren Gunsten. Aber den guten Eindruck überdeckte eine 17:21-Niederlage bei den da schon sicheren Aufsteigerinnen vom AC Berlin. Auch wenn’s etwas schwer fällt, weil es emotional in beiden Spielen gegen den ACB hoch herging, muss man anerkennen, dass die Mannschaft mit dem meisten Einsatzwillen und der offensichtlich größten Ausgeglichenheit in ihren jeweiligen Leistungen am Ende absolut verdient und ungeschlagen (11 Siege und 3 Unentschieden) den Weg in die Bezirksliga antritt.

Ein sehr schöner Saisonabschluss mit vielen Fans, Kaffee und Kuchen war das Spiel gegen Eintracht Südring am 20. März. Nach holprigem Anfang übernahmen wir die Kontrolle, gewannen schließlich hoch verdient 17:8 und konnten uns anschließend bei Bier, Sekt, Pizza, Pasta und diversen anderen Alkoholika über unseren 3. Tabellenplatz in der Endabrechnung freuen. Zu guter Letzt bekam der Trainer eine Vertragsverlängerung von der Mannschaft überreicht (in anderen Vereinen übernimmt das der Vorstand – komisch). Das heißt, nun muss es ja klappen mit dem Aufstieg.

Mal schauen, was die Zwischenzeit so bringt. Während andere noch etwas vorhaben und damit bis in den Mai beschäftigt sind, dauert die spielfreie Zeit für uns von jetzt an fast ein halbes Jahr. Aber wir werden gut vorbereitet an den Start gehen, wenn es ab Mitte September wieder um Punkte geht.

TaL