Verein

Interessantes aus der Historie des Vereins

Am 17. März 1850 gründeten 16 Mann den „Turnverein in Berlin“. In einer Reitbahn in der Schadowstraße 8 wurde mit dem Turnbetrieb begonnen. Im Jahre 1855 wurde eine grössere Anzahl Mitglieder eines aufgelösten Vereines aufgenommen, und der Verein nannte sich jetzt „Berliner Turner Verein von 1850“. Die Mitglieder brachten durch Sammlungen das Geld zur Beschaffung von Turngeräten auf. 10 Jahre später konnte der Verein die staubige Sandreitbahn verlassen, um in die Kluge´sche Turnhalle in der Lindenstraße zu ziehen. Am 9.11.1872 wurde der Turnbetrieb in die Turnhalle des Köllnischen Gymnasiums verlegt. Hier turnte der Verein bis zu Beginn des 2. Weltkrieges. Während des Krieges musste die Halle mehrfach gewechselt werden, aber die Vereinsführung war froh, den Turnbetrieb überhaupt durchführen zu können.

Mit Stolz können wir registrieren, dass der Verein hervorragende Sportler in seinen Reihen hatte. 1896 stellt der Verein 2 Männer, die an den Olympischen Spielen in Athen teilnahmen; 1900 waren es sogar 4 Teilnehmer in Paris und 1904 war ein Mitglied Teilnehmer der Olympischen Spiele in St. Louis in Amerika. Von allen Spielen kamen sie erfolgreich heim. Die Namen der Olympiakämpfer sind Felix Flatow ,Franz Abbé ,Fritz Manteuffel und Karl Wiegand.

Am 02.12.1917 führte die Frauenabteilung des BTV in der Exerzierhalle in der Karlstraße das erste „Raffballspiel“ durch. Dieses Spiel gilt als Vorläufer des heutigen Handballspiels. Carl Schelenz, der 1898 dem BTV beitrat, gilt als Wegbereiter für die Entwicklung des Männerhandballs. Er schaffte 1919 ein festes Regelwerk, dass noch bis nach dem 2. Weltkrieg gültig blieb. Von 1926- 1933 und von 1940 bis Kriegsende war er Trainer der Deutschen Nationalmannschaft. Seit der Gründung des Handballspiels war unser Verein anfangs mit grösseren Erfolgen in den obersten Klassen vertreten.

Im Jahre 1963 konnte der Verein endlich eine Sporthalle mit internationalen Massen für den Handballsport in Betrieb nehmen. In den ersten Jahren mussten wir uns mit der Vereinigung Adler 1912 zu einer Trainingsgemeinschaft zusammenschliessen. Diese endete allerdings als sich die Jugendarbeit des Vereins auf diesem Sektor mehr und mehr auszahlte und bei der Vergabe von Hallenzeiten dieser Entwicklung Rechnung getragen wurde. Seit 1989 dient die Flatowhalle, benannt nach dem Olympiateilnehmer Felix Flatow als Austragungsort aller Heimspiele des BTV von 1850.

Heute zählt der Verein ca. 400 Mitglieder und ist damit einer der grössten in Kreuzberg. Er bietet seinen Mitgliedern u.a. Sportarten, wie Handball, Volleyball, Schwimmen, Turnen oder Gymnastik an.

 

HiB-Artikel 2013

Tradition im neuen Gewand!

Ein langes halbes Jahr konnte der BTV 1850 seine Gegner nicht in der heimischen Flatowhalle empfangen. Doch das lange Warten und Ausweichen auf den Sportkomplex am Mariannenplatz hat sich gelohnt, denn nun erstrahlt die Halle im neuen Gewand mit frisch abgezogenem Paket und warmen Farben an den Wänden. Die Flatowhalle auf der Lohmühleninsel liegt mitten im Herzen der Stadt – kaum 100 m vom Spreeufer entfernt – und gehört ohne Zweifel nicht erst seit der Sanierung zu den schönsten und saubersten Berlins. Dort zu spielen macht einfach Spaß – auch ohne Kleber.

Zur Wiedereröffnung gab es gleich mal einen echten Knaller: Die Wiederauflage des Pokalviertelfinals vom letzten Jahr. BTV 1850 – TSV Rudow, Verbandsligaaufsteiger gegen amtierender Berliner Meister. Vor voller Tribüne entwickelte sich ein spannendes Spiel, in dem der Ostsee-Spree-Ligist zunächst die Oberhand erlangte und mit 8:3 in Führung ging. Doch nach den ersten zehn Minuten legte der BTV in der Defensive zu und konnte durch hervorragende Paraden im Tor zurück ins Spiel finden. Zur Halbzeit war das Spiel bei 11:11 ausgeglichen und auch die zweite Hälfte blieb bis zum Ende offen. Nach der Schlusssirene stand allerdings mit einem 24:23 wie schon im letzten Jahr der Underdog im Final4, dass am 23./24.3.2013 im HKS stattfindet. Dort wartet schon die Reserve der Füchse Berlin. Ein Highlight für jeden Berliner Handballfan.

Die Flatowhalle dient dem BTV nun schon seit 1989 als Austragungsort seiner Heimspiele. Den Verein gibt es natürlich schon viel länger. Am 17.März wird der BTV 1850 163 Jahre und ist damit Berlins zweitältester Verein. Neben dem Turnen hat dabei der Handball eine große Tradition. BTV-Mitglied Carl Schelenz gilt sogar als Vater unserer geliebten Sportart. 1919 verfasste er das erste feste Regelwerk für den Handball, wie wir ihn mehr oder weniger heute kennen. Später war er unter anderem Trainer der Handballnationalmannschaft. Um dieser großen Tradition Rechnung zu tragen, veranstaltet der BTV 1850 ab diesem Jahr ein Kreuzberger Handballturnier mit Mannschaften aus dem Frauen- sowie Männerbereich. Das Turnier wird am 24.8.2013 stattfinden, nähere Informationen folgen auf der Homepage der BTV-Handballer (www.btv1850.de).