BTV 1850 II – CHC 25:23

Zweites Heimspiel, zweiter Sieg. BTV II gewinnt knapp gegen Aufsteiger CHC. Vor den Herbstferien stand für die Zwote noch das zweite Heimspiel in dieser Saison an. Zu Gast in der Flatowhalle war diesmal der Charlottenburger Handball-Club, kurz CHC. Gegen den Aufsteiger aus dem Westen Berlins musste man in der Vergangenheit schon öfters spielen, das war aber noch in Zeiten, als man sich noch in der Stadtliga duellierte. Die damaligen Begegnungen konnte die Zwote meistens für sich entscheiden und so sollten auch in dieser Saison die zwei Punkte in Kreuzberg bleiben.

Die Anfangsphase des Spiels gehörte gleich mal den Gastgebern. Nachdem der erste Treffer zwar den Charlottenburgern gehörte, konnte die Zwote in der Offensive gleich nachlegen und dann sogar aus einer kompakten Defensive mit einem starken Torhüter den Vorsprung über Gegenstöße und einer guten 2. Welle ausbauen (3:1, 4. Min.). Zu diesem Zeitpunkt dachten bestimmt alle 30 anwesenden Zuschauer, dass das Spiel heute nur einen Sieger kennt. Doch leider sollte es nicht so sein. CHC nutzte im Angriff fast immer die komplette Angriffszeit und hielt das Tempo konstant niedrig. Der BTV versuchte dagegen über hohes Tempo zu schnellen und einfachen Toren zu gelangen. Aber beide Mannschaften scheiterten immer wieder an den Hintermännern im Tor. Sowohl der Gästekeeper als auch Tom im BTV-Kasten zeigten hochklassige Paraden und hielten das Spiel lange Zeit offen (3:3, 7. Min. | 6:6, 17. Min.). Erst nach einer kurzen Schwächephase in der Offensive konnte sich CHC erstmals leicht absetzen (7:9, 21. Min.) und den Vorsprung sogar noch ausbauen (9:12, 27. Min.). Nach einer Zeitstrafe gegen die Gastmannschaft spielte der BTV die letzten Minuten in Halbzeit eins in Überzahl. Durch den sicher verwandelten 7-Meter von Björn und einem schönen Treffer von Nic, konnte der Rückstand dann noch einmal verkürzt werden. Halbzeitstand 11:12.

Auch in der Zweiten Halbzeit blieb das Spiel weiter offen und keine Mannschaft konnte sich bis zur 50. Minute absetzen. CHC blieb ihrem Konzept mit langen Angriffen treu und schaffte es dann immer wieder irgendwie die Abwehr zu bezwingen. Die Zwote verzweifelte weiterhin am Gästekeeper und haderte sichtlich mit der schwachen Chancenauswertung (14:14, 38. Min. | 20:20, 49. Min.). Die letzten 10 Minuten blieben dann weiterhin spannend. CHC schaffte es durch zwei Toren durch ihren treffsicheren Linksaußen mit zwei Toren in Führung zu gehen (20:22, 53. Min.). Aber der BTV ließ sich von dem Rückstand überhaupt nicht verunsichern. Valli ersetzte Tom im Tor und überzeugte ebenfalls mit guten Paraden, die Abwehr stand wieder kompakt und in der Offensive behielten Basti, Julian P. und Lukas H. die Nerven und brachten ihre Würfe sicher im gegnerischen Kasten unter (23:23, 57. Min.). Nach einem weiteren Ballgewinn in der Defensive in dem daraus resultierenden Angriff brachte Julian S. den BTV vom 7m-Punkt sogar in Führung (24:23, 59. Min.). Und was jetzt geschah, passiert auch nur selten… Die bis dahin souverän pfeifenden Schiedsrichter gerieten auf einmal in den Mittelpunkt: CHC kam zum eigentlichen Ausgleichstreffer, doch die Schiedsrichter annullierten noch vor dem Anpfiff den Treffer (regeltechnisch korrekt), da der Torschiedsrichter unmittelbar vor dem Wurf versehentlich einen leisen Pfiff von sich gab. Nach langer Diskussion sahen die Unparteiischen ihrer Fehler ein, nahmen den Treffer zurück und gaben stattdessen Strafwurf für Charlottenburg. Sehr glücklich für den BTV, sehr unglücklich für CHC, sehr ehrlich und fair von den Schiedsrichtern. Chapeau! Beim 7-Meter-Duell behielt Tom die Oberhand und parierte sehenswert. Doch noch war das Spiel nicht vorbei: Durch den Abpraller bekam CHC sogar erneut die Möglichkeit den Ausgleich zu erzielen, aber nach einem Ballgewinn netzte Basti den folgenden Gegenstoß und sorgte für die Entscheidung. Endstand: 25:23.

Eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der sich diesmal alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen durften, sorgte am Ende für einen verdienten Sieg. Leider konnten zwar die Kreuzberger ihre individuelle und spielerische Überlegenheit nicht vollends ausschöpfen, aber durch Teamgeist, Leidenschaft und Siegeswillen über die gesamte Spielzeit konnte man sich am Ende dann doch durchsetzen.

Ankündigung: Am Samstag, den 24.10., kommt es zum Pokalderby! Die Losfee des HVB zog als Gegner den Verbandsligisten aus Friedrichshain, die Erstvertretung der SG NARVA. Durch das Heimrecht der klassenniedrigeren Mannschaft findet das Duell aber auf der schöneren Spreeseite statt. Anwurf in der Flatowhalle ist um 16:00 Uhr.

Es spielten: Tom, Valli – Basti, Björn (je 4 Tore), Adrian S., Julian S. (je 3), Laurids, Adrian R., Julian P. (je 2) Ferdinand, Sascha, Marvin, Lukas H., Nic (je 1)

Alex

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